MWI026: Der schönste Beruf auf dieser Welt

Am Freitag der vergangenen Woche durfte ich eine Erfahrung machen, die ich gerne mit Ihnen teile

…wenn auch mit einem Augenzwinkern…

Vergangene Woche war ich am Freitag ziemlich geschafft – ich war viel unterwegs, hatte die Woche über viele Kilometer mit dem Auto gefahren. Nicht nur, dass ich keine einzige interessante neue Geschäftsmöglichkeit gefunden habe – es gab ehrlich gesagt auch gar keine guten Neuigkeiten, denn zwei meiner bis dahin schönsten Geschäftsmöglichkeiten verschwanden von der Bildfläche.
Einfach so. Keine Ahnung was hier falsch gelaufen ist. Ich hatte viel Energie und Zeit in jede dieser Geschäftsmöglichkeiten gesteckt – alles umsonst. Diese Phasen gibt es halt auch im technischen B2B-Vertrieb.

Da kam es mir sehr gelegen, dass unsere Kinder am Freitagabend etwas länger aufbleiben wollten und durften – meine Frau war übrigens auch nicht zu Hause an diesem Abend. Die Kinder brachten also Kartenspiele zum Tisch, das war mir recht – endlich Ablenkung und nichts mehr denken. Nicht mehr an die Misserfolge dieser Woche denken. Einfach was ganz anderes machen – ist ja ohnehin nichts mehr zu rütteln an den Ereignissen in dieser Woche.

Übrigens – die Wahl des Kartenspiels ist auf “Uno” gefallen – bestimmt kennen Sie dieses unterhaltsame und kurzweilige Spiel. Nach einigen Runden klinkte ich mich aber auch hier aus – ich wollte ja nicht schon wieder ständig verlieren! Obwohl ich meinen Kindern die Siege ja gönne, hatte ich nun aber endgültig genug und ich begann zu lesen. Die Kinder spielten weiter und wie so oft gab es dann ein paar Reibereien. In diese habe ich mich aber nicht mehr eingemischt, somit durften es sich die beiden selbst ausmachen.

Unser 7-jähriger meinte, er bestimme jetzt nach welchen Regeln weitergespielt werde, immerhin werde er “Polizeimann” wenn er groß ist.
Unsere (fast) 12-jährige Tochter hat das Wort “nachgeben” ganz weit unten in ihren Sprachschatz eingereiht und sie stichelte daher weiter und meinte, dass ihr Bruder erst letzte Woche noch Bauer werden wollte. “Ja, das stimmt schon, aber bei uns in der Schule hatten wir eine Stunde mit der Polizei und das ist eine ganz wichtige und schöne Arbeit und daher werde ich Polizeimann” – so ihr jüngerer Bruder und fragte gleich bei seiner Schwester nach:

Was wirst du denn einmal werden, wenn du alt genug bist?

Die Antwort seiner Schwester: “Ich werde Chemikerin.”
“Chemikerin!? Was macht man da?”
Die Antwort unserer 12-jährigen: “Das ist richtig cool, da arbeite ich dann in einem Labor und analysiere viele verschiedenfarbige Flüssigkeiten und so.”

Darauf unser 7-jährige: “Wow, das ist aber echt cool, ist das die schönste Arbeit auf der Welt? Was ist eigentlich der schönste Beruf auf der Welt?”

Wer von den beiden in weiterer Folge welches Argument gebracht hat kann ich an dieser Stelle nicht mehr genau wiedergeben, auf jeden Fall haben unsere zwei Kinder dann begonnen nachzudenken und aufzuzählen, was wohl den schönsten Beruf auf der Welt ausmachen würde. Ich habe so getan als ob ich weiter lesen würde, habe aber meine Ohren gespitzt, was denn da jetzt alles kommen würde. Nachdem die beiden dann zum Zähneputzen verschwunden waren, habe ich ihre Argumente schleunigst in einer Evernote-Notiz verewigt:

“Ich will ganz viele Menschen treffen und mit ihnen reden.”

“Ich werde ganz vielen Menschen helfen können.”

“Ich will eine Arbeit, bei der ich viel Spaß habe.”

“Ich will nicht jeden Tag weit ins Büro fahren und im Stau stehen, ich werde eine Arbeit haben wo ich mir selber die Zeit einteilen kann.”

“Ich will viele Fabriken sehen und wissen was dort alles gemacht wird.”

“Ich will nicht nur die Fabriken sondern alles in der Firma sehen – vom Eingang vorne bis ganz hinten wo die Lastwagen immer stehen.”

“Auf keinen Fall will ich die ganze Woche das Gleiche tun, im Fernsehen haben sie ein Fließband gezeigt – das war total langweilig.”

“Ich werde auf jeden Fall was mit dem Computer machen und natürlich gehe ich dann auch ins Internet und schreibe E-Mails”

“Ich finde es toll, wenn ich viel telefonieren kann und wenn mich andere anrufen wenn sie Fragen haben.”

“Ich will auch unbedingt viel unterwegs sein und reisen – auch mit dem Flugzeug.”

“Außerdem mag ich frische Luft, aber nass werden mag ich nicht wenn es regnet.”

“Ich werde viel Geld bekommen für meine Arbeit und wenn ich Zeit habe arbeite ich noch ein bisschen mehr und dann verdiene ich noch mehr Geld und ich kann mir was Schönes kaufen.”

“Ich will mir die Arbeit aussuchen können – falls es mir gar nicht mehr gefällt dann möchte ich wo anders arbeiten und nicht arbeitslos werden.”

“Ja, und außerdem brauchen wir ein schönes Auto mit einem großen Kofferraum, damit wir auch im Urlaub viel mitnehmen können.”

“Und ich will vielleicht auch einmal Chef werden – dann helfen mir andere bei meiner Arbeit und ich muss nicht alles selber machen.”

Während ich diese Zeilen aufschreibe, fällt es mir wie Schuppen von den Augen

Auch wenn ich eine Woche hinter mir habe, die an meiner Substanz zehrt und ich mich am Freitagabend in einem richtig tiefen Motivationsloch wiederfinde, geht es mir schlagartig wieder besser.
Nächste Woche kann ich neu durchstarten und wieder voller Freude an meine Arbeit herangehen. Alle Argumente, mit denen unsere Kinder den schönsten Job der Welt beschrieben haben – all das finde ich heute in meinem Beruf im B2B-Vertrieb wieder!

Ist das nicht ein tolles Gefühl zu wissen, dass wir den schönsten Beruf auf dieser Welt haben?!

Und wenn es dennoch wieder einmal “ganz dick” daherkommen sollte, dann haben ich ab jetzt ja diese Zeilen zum Nachlesen. Oder ich werde einfach meine Kinder wieder beim Kartenspielen belauschen…

 

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